Aktionäre von Mylan widersprechen dem Bonus über $98 Mio. für den Chairman Coury

Während der Hauptversammlung heute in Amsterdam haben die Aktionäre von Mylan gegen die Zahlung von Boni für das Jahr 2016 an die Executives des Konzerns gestimmt. Der Grund hierfür ist die schlechte Performance des Aktienkurses von Mylan, der im Jahr 2016 mehr als 30% seines Wertes einbüßte, vor allem aufgrund des starken Drucks durch die Politik, die Preise für EpiPen zu reduzieren. EpiPen ist ein lebensrettendes Medikament, dessen Preis in den letzten 10 Jahren um 500% anstieg. Der größte Bonus war für den Chairman des Konzerns, Robert Coury, vorgesehen. Seine Gesamtvergütung soll $98 Mio. erreichen, was ihn zum bestbezahlten Executive des Bereiches macht. In den letzten 10 Jahren in Mylan hat Coury $230 Mio. als Basisvergütung und Boni erhalten. Trotz des offensichtlichen Unmuts der Aktionäre können Coury und sein CEO Heather Bresch nicht entlassen werden, weil sie vom holländischen Gesetz (Mylan hat seinen Steuersitz in Holland) geschützt sind, das den Aufsichtsrat schützt und die Absetzung nur mit einer 2/3-Mehrheit der Shareholder erlaubt. Des Weiteren ist nach dem holländischen Gesetz der Beschluss der Aktionäre zum Bonus von Coury nicht bindend, sondern stellt lediglich einen Vorschlag für die Konzernleitung dar.
(Quelle: Reuters)