Analyse der Strategie von Ken Frazier, CEO von Merck & Co.

Die Wochenzeitung The Economist hat in seiner letzten Ausgabe eine Analyse der Strategie veröffentlicht, die in den letzten 10 Jahren des Pharmaunternehmens Merck & Co. entwickelt wurde. Der CEO Ken Frazier ist seit 2011 im Amt, als die wichtigsten Medikamente des Portfolios Januvia (Diabetes) und Gardasil (Gebärmutterhalskrebs) waren. Im Gegensatz zu anderen Pharmakonzernen, die ihre Forschungszentrum schließen und die Investitionen reduzieren, hat Frazier entschlossen, die R&D-Finanzierung nicht zu reduzieren, sondern zu erhöhen. Diese Entscheidung hat -unter anderem- zur Entwicklung von Keytruda geführt, dem Antitumor-Blockbuster, der 2017 bereits einen Umsatz von $3,8 Mrd. generiert hat und $10,7 Mrd. bis 2030 erreichen kann. Merck hat in den letzten Jahren auch die Division “vaccines” gegründet, die 2017 Umsätze von $6,5 Mrd. erbrachte, und die Division “animal-health”. Merck & Co. muss auch das Problem des Umsatzrückgangs aufgrund der Generika von Zetia und Vytorin und von Januvia und Janumet ausgleichen, die Marktanteile aufgrund des Markeintritts moderner Therapien (Eli Lilly und Novo Nordisk) verlieren. Der Artikel schließt damit, dass die Strategie, die Ken Franzier implementiert hat, dem Konzern die Möglichkeit gab, sich trotz der genannten Schwierigkeiten weiter zu entwickeln und ein weiteres Wachstum aufgrund der erneuerten Pipeline zu sichern.
(Quelle: The Economist)