Antibiotika-resistente Bakterien auf globalem Niveau: wachsende Beunruhigung in einem neuen Report

In einem Report des Center for Disease Dynamics, Economics & Policy (CDDEP) wird die Gefahr der Situation von bakteriellen Resistenzen auf globaler Ebene aufgrund des hohen Vorkommens sogenannter “superbugs” hervorgehoben, die weltweit gefährliche Infektionen hervorrufen können. Als Grund wurden der übermäßige Gebrauch und der Missbrauch von antibiotischen Behandlungen erkannt, der auch den möglichen Nutzen neuer Antibiotika zur Lösung dieser beunruhigenden Situation behindert. Die zwei im Report genannten Länder, auf deren Territorium man eine Lösung der als mögliche globale Krise genannten Situation beginnen sollte, sind die USA und China. In den wohlhabendsten Nationen mit einer den USA ähnlichen Situation werden viele Antibiotika je Einwohner benutzt, aber der Report zeigt Probleme auch in Entwicklungsländern. Als Beispiel sei Indien genannt, wo in 2014 57% der Infektionen von dem Superbakterium Klebsiella pneumoniae verursacht wurden, welches letal sein kann und resistent gegenüber Carbapenem-Antibiotika ist, wohingegen sechs Jahre zuvor der Wert nur bei 29% lag. Die gleiche Art der Therapie ist hingegen noch wirksam gegen 90% der Infektionen in den USA und gegen 95% in Europa. In dieser potentiellen Krisensituation zeigt der Report einige mögliche Lösungen, insbesondere bei der Verbesserung der Wasserhygiene, der Immunisierung und der Steigerung der Krankenhaushygiene, der Beseitigung der wirtschaftlichen Anreize, die den Missbrauch von Antibiotika-Therapie in Krankenhäusern, Gemeinschaften und in der Landwirtschaft fördern. (Quelle: FierceHealthcare)