Antibiotikum des Komodowaran gegen Superinfektionen

Die zwei Forscher Barney Bishop und Monique van Hoek von der George Mason University in Virginia haben über eine Studie über den Komodowaran berichtet, einen zwei Meter langen Waran, der offenbar der letzte einer Art von Varanen, die im Pläistozen ausgestorben sind. Die Studie erklärt, warum es dieser wilde Räuber mit einem einzigen Biss schafft, seine Opfer zu töten, aber vollständig immun gegen Bisse seiner Artgenossen ist. Die beiden Forscher haben im Speichel des Warans ein letaler Mix patogener Bakterien identifiziert, die beim Gebissenen eine sofortige Infektion hervorrufen. Im Blut des Warans fanden sie 48 verschiedene neue Peptide mit starker antimikrobieller Wirkung (AMPs), die sich dann als aktiv gegen patogene Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus (Meningitis) herausstellten. Die Entdeckung könnte zur Entwicklung neuer Superantibiotika auf Basis dieser neuen Klasse von AMPs führen. Die Erforschung neuer Antibiotika gegen die sogenannten Superbugs ist ein äußerst wichtiges Forschungsthema, da die Bakterienresistenzen gegen Antibiotika in Krankenhäusern sehr hohe Werte erreicht haben und die Anzahl der Todesfälle durch Superinfektionen auf 700.000 jährlich angestiegen ist. (Quelle: Journal of Pro teome Research)