Aromyx schlägt revolutionären Zugang zur Digitalisierung des Geruchssinns vor

Die deutsche Wochenzeitung Wirtschaftswoche hat einen langen Artikel zum amerikanischen Start-up Aromyx in Palo Alto veröffentlicht, welches nach drei Jahren Arbeit die Beta-Version eines Chips auf den Markt gebracht hat, der in der Lage ist, die Antwort der menschlichen Rezeptoren auf Düfte zu analysieren und dadurch das Rezept zum Nachstellen der gleichen Düfte. Der Chip, genannt “Essence Chip”, wird nun für 1.200 US-Dollar angeboten und kann nur einmal genutzt werden. Die Technologie des Chips basiert auf den Arbeiten von Richard Axel und Linda Buck zur Funktionsweise des Geruchssinns, wofür die beiden Professoren im Jahr 2004 den Nobelpreis für Medizin erhalten hatten. Der Chip enthält 400 Rezeptoren, die denen in der Nase und auf der Zunge gleichen und die in der Lage sind, in kurzer Zeit Informationen zur Reaktion des menschlichen Körpers auf einen Duft oder Geruch zu liefern. Im Moment arbeitet Aromyx mit einer großen multinationalen Firma des Getränkesektors zusammen. Der Chip könnte aber Anwendungen auch bei Projekten der Passagier- und Warenkontrolle in Flughäfen oder bei der Kontrolle zur Vorbeugung von terroristischen Angriffen dienen. Für diese neuen Anwendungen wird die Bibliothek von Aromyx sehr interessant sein, die tausende von digitalisierten Düften zur Verfügung stellt. Die Digitalisierung des Geruchssinns ist ein Feld, in welchem viele multinationale Unternehmen arbeiten. Apple versucht zum Beispiel seit Jahren, eine elektronische Nase in seine Geräte zu integrieren. Andere, weniger bekannte Unternehmen wie Scentee und DigiScents arbeiten an einem Apparat, der in der Lage ist, Düfte nach Vorgaben zu entwickeln. (Quelle: Wirtschaftswoche)