Bayer in der Zukunft

Wenige Tage sind vergangen seit der Unterschrift des Vertrages zwischen Bayer und Monsanto; eines Vertrags, der die Struktur des Leverkusener Konzerns radikal verändern wird. Der neue Konzern wird 49% seines gesamten Umsatzes im Bereich Crop Science generieren, der Monsanto beinhaltet. Healthcare wird 49% beitragen, und 2% werden von anderen Geschäften kommen. Obwohl das Gewicht von Pharma durch die Akquisition von Monsanto stark abnimmt, wird der Sektor am stärksten wachsen, mit einem CAGR von fast 6% in den Jahren 2015-2018; Consumer Health erwartet ein Wachstum von 4-5%, wie auch der Bereich Animal Health. Pharma wird auch der Bereich mit den besten Profiten sein, denn das EBITDA des Bereiches wird bis zu 32-34% ansteigen, während Consumer Health und Animal Health bei nicht mehr als 25% liegen werden. Bayer hat im Bereich Pharma auch eine gefüllte Pipeline, die 19 klinische Studien in Phase III, 16 in Phase-II und 15 in Phase-I umfasst. Viele dieser Kandidaten haben das Potential zu multi-Milliarden Umsätzen, wie zum Beispiel Xarelto, das bis zu €5 Mrd. im Jahr beitragen wird. Der neue CEO, Baumann, hat in diesem Zusammenhang erklärt, dass Bayer weiterhin stark in die Forschung investieren wird; dieses Jahr sind in der Tat €4,5 Mrd. vorgesehen, davon 58% im Bereich Pharma. Der Bereich Consumer Health scheint im Gegensatz dazu eine weniger überzeugende Pipeline zu haben, trotz der kürzlich erfolgten Übernahme der Division Consumer Health von der deutschen Merck KGaA, von der man einen höheren Umsatz- und Ergebnisbeitrag und eine bessere Pipeline erwartet hatte. (Quelle: Börsen-Zeitung)