Biotech-Blase entsteht in UK

Viele kennen das Gesetz von Moore, das die Wachstumsgeschwindigkeit der Chip-Technologien beschreibt, aber wenige kennen das Gesetz von Eroom, das sich hingegen auf die Anzahl neuer Medikamente bezieht, die auf den Markt kommen, in Relation zu den Forschungs-Investitionen. Dieses Gesetz von Eroom zeigt, dass die Anzahl von neu in den Markt eingeführten Medikamenten sich alle 9 Jahre um die Hälfte reduziert, trotz des dramatischen Anstiegs von Forschungs-Investitionen. Diesbezüglich hat die britische Foundation Nesta eine lange Studie veröffentlicht, in welcher gezeigt wird, dass sich die mehr als GBP4 Mrd. staatlicher Investitionen in Start-ups im Bereich neuer Medikamente als ein Fiasko herausgestellt haben, denn der größte Teil (80%) der Kandidaten fielen bei klinischen Tests durch. Daher definiert die Studie die aktuelle Situation in UK als eine große Blase (Spekulation) im Bereich Biotech; dies ist bemerkenswert, weil gerade jetzt das UK Research and Innovation aktiv wird, eine neue staatliche Stelle, die Investitionen von GBP8 Mrd. bis 2020 vergibt, was einen Finanzierungsüberschuss im Biotech-Bereich zur Folge hat, verbunden mit finanziellen Nachteilen für andere Sektoren.
(Quelle: Nesta)