CFO von Teva erläutert kurzfristige Finanztargets des Konzerns

Der israelische Pharmakonzern Teva hat die Finanzergebnisse der ersten drei Monate des Jahres präsentiert, die positiv überrascht haben, denn die Investoren hatten ein schlechteres Quartalsergebnis erwartet. Insbesondere war positiv, dass der neue CEO Kare Schultz die Versprechen zur Kostensenkung eingehalten hat und der Konzern nun auf einem guten Weg ist, die Kosten bis Ende 2018 um $1,5 Mrd. zu reduzieren und bis Ende 2019 um $3,0 Mrd.. Während des Investorentreffens erläuterte der CFO Mike McClellan die dringendsten Finanzziele des Unternehmens. Vordringlich ist die Reduzierung der Schulden, und dank eines exzellenten Cash-Flows im ersten Quartal wurden diese um $1,7 Mrd. verringert, wodurch seit der Akquisition von Actavis die Schulden erstmalig unter die Grenze von $30 Mrd. gesunken. Im ersten Quartal hat Teva von verschiedenen positiven Effekten profitiert, zum Beispiel gewonnene Rechtsstreits mit Allergan in Zusammenhang mit der Übernahme von Actavis, die Teva $1,3 Mrd. einbrachten, wohin zu weitere $700 Mio. kamen. Weitere $240 Mio. resultierten aus dem Streit mit GSK für die Therapie Coreg und $350 Mio. aus der Kompensationsvereinbarung mit den Gebrüdern Espinosa, die im Jahr 2015 Rimsa an Teva abgegeben hatten. Das Ziel von Teva ist es nun, die Schulden auf $28 Mrd. bis Ende des Jahres zu drücken und das Verhältnis Schulden/EBITDA von aktuell 4,68 (4,82 in 2017) auf 4 bis Ende 2020. Während der Präsentation der Ergebnisse erklärte McClellan auch, dass die Zahl der Mitarbeiter um 6.200 in den letzten Monaten reduziert wurde und 10 Produktionsstätten geschlossen wurden. Das Ziel des Konzerns ist es, den Headcount um weitere 3.800 Mitarbeiter bis Ende 2018 zu reduzieren, und um 7.800 bis Ende 2019.

(Quelle: Teva Transcripts)