Das Puzzle von Bristol-Myers Squibb

Die US-amerikanische Bristol-Myers Squibb hat am Donnerstag die Ergebnisse der ersten drei Monate des Jahres bekanntgegeben, die aber die Investoren im Unklaren über das Potential des Konzerns lassen. BMS hat ein Umsatzvolumen von $5,19 Mrd., +5% vs Q1 2017, erreicht, was unter den Erwartungen der Analysten von $5,22 Mrd. liegt. Opdivo, Eliquis und Orencia haben die Umsatzerwartungen übertroffen, während Sprycel, Yervoy und Empliciti die Investoren enttäuschten. Auch die Tatsache wurde kritisch gesehen, dass Bristol-Myers Squibb die Erwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert hat, trotz des positiven Währungseffekts und der Vorteile aus der Steuerreform von Trump, die es BMS erlaubte, einen Steuersatz von 16,9% auf die Gewinne anstelle von 21,9% (2017). Trotzdem hat der Konzern eine solide Finanzposition mit einer Liquidität von $9 Mrd. und es gibt viele positive Erwartungen für die Zukunft. Das Immuntherapeutikum Opdivo scheint ein neues all-around-Medikament für viele Tumore werden zu können und scheint zudem günstiger als Keytruda von Merck & Co. Kürzlich hatten Opdivo und Yervoy die FDA-Zulassung als Erstlinienbehandlung für den häufigsten Nierentumor erhalten. Zudem könnte Opdivo bald die Zulassung als Zweitlinienbehandlung für den Kolon-Tumor erhalten. Weiterhin positiv ist die Vereinbarung über fast $6 Mrd. mit Nektar TX, welche NKTR-214 besitzt, das den Umsatz mit Opdivo zudem unterstützt. Der Aktienkurs von BMS verlor in den letzten Wochen fast 20% der Kapitalisierung, nachdem der CEO von Pfizer Ian Read erklärte, dass sein Unternehmen kein Interesse an der Übernahme von BMS habe und dies hat die Investoren enttäuscht, die die Gerüchte geglaubt und Pfizer in der Position gesehen haben, bald mehr als $100 Mrd. für BMS zu zahlen.