Enttäuschende Finanzergebnisse von AstraZeneca (2016), aber Investoren glauben weiter an Forschungs-Pipeline

AstraZeneca hat heute seine Jahresergebnisse 2016 und die Erwartungen für das laufende Jahr vorgestellt. Der Konzern unter Leitung von CEO Pascal Soriot hat einen Umsatzrückgang um 5% ($23 Mrd.) zu verzeichnen, der vor allem bedingt ist durch die Konkurrenz der Generik-Produkte seines Blockbusters Crestor, dessen Umsatz um 32% zurückging. Die Division Oncology zeigt hingegen die besten Ergebnisse, mit einem Umsatzwachstum von 20% ggü. 2016. Entgegengesetzt dazu die Division Cardiovascular & Metabolic Diseases, deren Umsatz um 13% zurückging, und Total Respiratory mit 3% Rückgang. Das Management des britischen Konzerns informierte zudem, dass sich sowohl der Umsatz, als auch das Verhältnis EPS im Laufe des Jahres 2017 voraussichtlich 2,5%-5% reduzieren. Bei der Vorstellung der Ergebnisse sprach Soriot von einer Übergangszeit und dass das Jahr 2017 ein Wendepunkt sein könne. Soriot unterstrich zudem, dass der Fokus des Unternehmens weiterhin auf dem Sektor Onkologie läge und dort insbesondere auf der Immun-Onkologie, zu dessen Portfolio Durvalumab zählt, ein möglicher Blockbuster für viele Tumorarten. Trotzdem bleibt die Tatsache, dass das Unternehmen bereits seit 2011 negative Zahlen schreibt und der Umsatz zwischen 2011 und 2016 von $33,5 Mrd. auf derzeit $23 Mrd. zurückgegangen ist. Beim Jahresbericht wurden auch Neuigkeiten von der umfangreichen Pipeline des Konzerns bekanntgegeben; diese Pipeline wird dominiert von bekannten Therapien für die Behandlung von Krebs. Der Aktienkurs von AstraZeneca (London) schloss den Handelstag im Plus. (Quelle: AstraZeneca und Yahoo Finance)