Fünf Gründe für enttäuschendes viertes Quartal von Bayer

Die Finanz- und Wirtschaftszeitung Handelsblatt hat einen langen Artikel veröffentlicht, in welchem die Finanzzahlen des vierten Quartals analysiert werden, welche in den letzten Tagen vom Bayer-Konzern vorgestellt wurden. Es wurden 5 Gründe identifiziert, die für die enttäuschende Performance des Konzerns aus Leverkusen verantwortlich sein sollen.

  1. Der Zulassungsprozess der Akquisition von Monsanto ist langsamer als erwartet. Die Antitrust-Behörden waren sehr langesam und aktribisch, obwohl Bayer Assets im Wert von €5,9 Mrd. an BASF abgegeben hat, um den Prozess zu beschleunigen.
  2. Bayer hat im Q4 2017 €135 Mio. für aktive Prozesse bei 22.000 Beschwerden für seine Medikamente ausgegeben. Zudem hat Bayer die Produktion von Adalat (Bluthochdruck) aufgrund von Qualitätsproblemen unterbrochen.
  3. Die Division Consumer Health verlor 1,7% des Umsatzes in 2017 (€5,9 Mrd.) vs 2016, vor allem aufgrund der Verschlechterung des US-amerikanischen Marktes mit schlechter Performance des Blockbusters Coppertone (Sonnencreme) und der Produkte der Marke Dr. Scholl, die im Jahr 2014 von Merck übernommen worden war.
  4. Die langesame Fusion mit Monsanto und die schwierige wirtschaftliche Situation in Südamerika hatten einen negativen Effekt auf die Division Crop Science, die 2,2% ihres Umsatzes vs 2016 verlor.
  5. Die Übernahme über €51 Mrd. von Monsanto hat das Management von Bayer gezwungen, außerordentliche Maßnahmen zum Ausgleich der Schulden und zum Beibehalten des Ratings der Bonds zu treffen. Die Finanz-Gleichgewichte, an die sich die Manager in naher Zukunft halten müssen, erleichtern nicht die Wachstumsstrategie von Bayer.

(Quelle: Handelsblatt)