Hervorragendes Quartal für AbbVie, aber der Markt bleibt skeptisch wegen der Pipeline des Unternehmens

Die US-amerikanische AbbVie hat am Freitag ein positives Quartal vorgestellt. Der Umsatz des Konzerns stieg um 18,5% und das EBIT stieg um 31%, wobei es das Niveau von $2,7 Mrd. erreichte. Humira, das meistverkaufte Medikament weltweit, wächst weiter und im dritten Quartal wuchs der Umsatz um 9,5%, obwohl das Medikament soeben seinen Patentschutz zugunsten der Konkurrenten Amgen, Sandoz, Mylan und Samsung Bioepis verloren hat; diese haben ihr Generikum in Europa vor zwei Wochen zu einem Preis auf den Markt gebracht, der um 10-80% günstiger ist. Die Tatsache, dass Humira noch 60% des Umsatzes des gesamten Konzerns beisteuert, beunruhigt die Investoren und der Aktienkurs verlor 20% seines Wertes seit Beginn des Jahres, weil die Investoren nicht sehen, dass der Konzern reelle Alternativen für Humira hat. Das Management versucht jedenfalls, den Markt zu überzeugen, dass die Pipeline reich an potentiellen Blockbustern ist, die das Portfolio des Konzern differenzieren können. Das wichtigste Beispiel ist das Antitumormittel Imbruvica, dessen Umsatz um 44% stieg.

(Quelle: AbbVie)