Investoren von Bayer könnten Baumann (CEO Bayer) beim Versuch der Monsanto-Übernahme nicht unterstützen

Der Versuch der Übernahme von Monsanto durch Bayer erzeugt immer mehr Skepsis unter den Investoren und Analysten und der Rückgang des Aktienkurses um 8% nach der Ankündigung bezeugt dies. Auf der einen Seite steht das Ziel des neuen CEO von Bayer, Werner Baumann, den Konzern aus Leverkusen in das größte Unternehmen des Agrochemie-Sektors umzubauen, und auf der anderen Seite steht die Unsicherheit der Investoren, die in der teuren Akquisition (€49 Mrd.) das Risiko einer zu großen finanziellen Belastung sehen. Das Problem ist, dass Bayer bereits einen signifikanten Schuldenstand hat, insbesondere durch die Akquisition der Division Consumer Health von Merck & Co für $14,2 Mrd.. Ende letzten Jahres hatten die Schulden das Dreifache des EBITDA des Konzerns erreicht und seither wurde es nur geringfügig reduziert, durch den IPO von Covestro. Es gibt auch Unsicherheiten zur Strategie, die von der Akquisition von Monsanto herrühren, die den Konzern zu sehr in Richtung Agrochemie verschieben und dabei den Sektor Healthcare und Pharma vernachlässigen würde. Wenn diese Akquisition stattfinden sollte, wäre sie die größte jemals von einem deutschen Unternehmen durchgeführte, nach der gescheiterten von Daimler mit Chrysler, und sie wäre sicherlich der wichtigste Schritt des 53-jährigen neuen CEO Baumann. Baumann, der als Stachanovist und interner Bayer-Manager bekannt ist, kennt den Konzern mit 30 Jahren Konzernerfahrung hervorragend. Geboren ist Baumann in Krefeld, ist verheiratet, hat 4 Kinder und eine Leidenschaft für Oldtimer. Baumann hat während eines Interviews zugegeben, in seiner Garage einen alten Golf GTI in hervorragendem Zustand zu haben, neben einem modernen und teuren Rennrad, das er auf Ebay versteigern möchte, da die Arbeit als CEO ihm nicht genug Zeit für Sport lässt.(Quelle: FT)