Ist Reckitt Benckiser der wahrscheinlichste Käufer der Division Consumer Healthcare von Pfizer

Pfizer hat vor wenigen Tagen bekanntgegeben, Banken mit der Bewertung zur Abgabe ihrer Division Consumer Healthcare oder der Gründung eines spin-off beauftragt zu haben. Nach Meinung der Analysten ist es sehr wahrscheinlich, dass dieser Prozess mit einem Verkauf der Division enden wird, weil es viele Interessenten gibt und dies die Bewertung stark in die Höhe treiben könnte. Diese liegt derzeit bei €11 Mrd. aber könnte auch das 20fache des EBITDA betragen. Derzeit gibt es nicht viele Assets hoher Qualität für OTC-Produkte, die zum Verkauf stehen, und das einzige große Geschäft hierzu auf dem Markt ist die Division Consumer Healthcare von Merck KGaA, dessen strategische Bewertung von der Geschäftsbank JPMorgan vorgenommen wird. Unter den möglichen Kaufinteressenten sind GlaxoSmithKline, Bayer, Johnson & Johnson, Sanofi und Reckitt Benckiser. Bayer hat vielleicht nicht die finanziellen Ressourcen aufgrund der kürzlich erfolgten Übernahme von Monsanto ($66 Mrd.) und Sanofi könnte Probleme mit der Integration haben, weil Sanofi vor kurzem die Division Consumer Healthcare von Boehringer Ingelheim übernommen hat. Die kürzlich durchgeführten Akquisitionen (Actelion) und die von Johnson and Johnson geschlossenen Kooperationen mit anderen Konzernen lassen vermuten, dass der Fokus des US-amerikanischen Unternehmens auf rezeptpflichtigen Produkten und nicht auf OTC-Produkten liegt. Somit bleibt als wahrscheinlichster Kandidat für die Akquisition der Division Consumer Healthcare von Pfizer Reckitt Benckiser, die trotz der kürzlichen Akquisition von Mead Johnson Nutrition für $16,6 Mrd. über genügend Liquidität für eine neue Akquisition verfügt, und deren CEO Rakesh Kapoor mehrfach erklärte, an der Division von Pfizer Interesse zu haben.