M&A-Markt für Consumer Health stagniert

Im Markt gibt es viele Opportunitäten für Firmen, die ihr Portfolio im Bereich Consumer Health durch eine Akquisition ausbauen wollen. Derzeit will die deutsche Merck KGaA ihre Division Consumer Health für €4 Mrd. verkaufen, und Pfizer will seine Einheit Consumer Health sogar für $20 Mrd. veräußern. Viele Analysten sehen zudem eine Revolution beim JV zwischen GSK und Novartis voraus, das sich “GlaxoSmithKline Consumer Healthcare” nennt und etwa €32 Mrd. wert ist und an dem GSK 63,5% besitzt und auch die restlichen Anteile übernehmen könnte. Die vielen Opportunitäten haben jedoch den Verkaufspreis fallen lassen; vor weniten Tagen berichtete die deutsche Tageszeitung FAZ, dass Merck KGaA möglicherweise nur schwer seine Division für €4 Mrd. verkaufen kann, denn die Summe entspricht einer Bewertung von 20x EBITDA. Im Jahr 2014 hatte Bayer $14,2 Mrd. und somit den Multiple 21xEBITDA für den OTC-Teil von Merck & Co bezahlt.

In den letzten zwei Tagen hat seine zwei wichtigen Bieter GSK und ReckittBenckiser verloren, aufgrund des hohen geforderten Verkaufspreises. Nun sieht sich GSK genötigt, auch einen spin off seiner Division zu erwägen anstelle eines einfachen Verkaufs. Im Dezember 2015 hatte Boehringer Ingelheim an Sanofi seinen Bereich Consumer Health für €6,7 Mrd. bzw. 3.5x Umsatz abgegeben.
(Quelle: FAZ)