Marktanalyse für Therapien gegen seltene Krankheiten ($127 Mrd.)

Die Financial Times hat heute einen langen Review-Artikel veröffentlicht, der sich dem Markt für die Behandlung seltener Krankheiten widmet, einem Markt, der im Laufe weniger Jahre immer wichtiger für die großen Pharmakonzerne wurde. Die kürzlichen M&A-Deals sind ein Zeichen dafür. Vor wenigen Wochen zahlte Sanofi fast $12 Mrd. für Bioverativ, ein Biotech-Unternehmen, das im Forschungsbereich für seltene Blutkrankheiten aktiv ist. Shire übernahm im Jahr 2016 Baxalta für $32 Mrd., um Marktführer im Bereich seltener Krankheiten zu werden.

Das Beratungsunternehmen EvaluatePharma hat vorausgesagt, dass der Markt von $127 Mrd. (2017) auf $217 Mrd. bis 2022 wächst. Zu den wichtigsten Medikamenten gegen seltene Krankheiten sind Copaxone (Teva) mit einem Umsatz von mehr als $3,8 Mrd., Soliris von Alexion ($3,2 Mrd.), Advate von Shire ($2,3 Mrd.), Avonex von Biogen ($2,2 Mrd.) und Rebif von Merck KGaA ($1,8 Mrd.). Eine Charakteristik des Sektors ist die Tatsache, dass der Markt für diese Medikamente stark eingeschränkt ist, da es nur wenige Krankheitsfälle weltweit gibt, und dies treibt die Pharmakonzerne dazu, sehr hohe Preise für die Medikamente zu verlangen. Die zwei representativsten Fälle sind vielleicht Strimvelis (GSK), eine Gentherapie für den Mangel an Adenosindeaminase, die zu einem Preis von $700.000 je Behandlung angeboten wird, und Brineura (Krankheit von Batten) von Biomarin, das GBP500.000.

(Quelle: FT)