Merck gegen Merck: neue Branding-Kampagne von Merck KGaA

Merck scheint das Problem lösen zu wollen, welches seit dem ersten Weltkrieg mit dem gleichnamigen US-amerikanischen Merck MSD besteht, und hat heute eine Kampagne begonnen, um die Vaterschaft des Namens Merck zu zeigen, der vom Gründer (1668) von Merck KGaA kommt und dessen Nachfahren noch heute die Kontrolle über den deutschen Konzern besitzen. Die Kampagne begann mit der Präsentation des neuen Logos Merck und der Branding-Strategie. Bei der Präsentation sprach der CEO des Konzerns, Karl-Ludwig Kley, von der Notwendigkeit, das Namensproblem zu lösen, welches vor 98 Jahren begann, als die amerikanische Regierung als Kriegskompensation die Marke konfiszierte. Kley will die Nutzungsrechte der Marke in 191 der 193 UNO-Länder nutzen und erklärte sich entschlossen, keine weitere Verwässerung der Marke Merck hinzunehmen. In den 50er-Jahren war eine Einigung erzielt worden, die vorsah, dass die amerikanische Firma außerhalb von Nordamerika der Name Merck Sharp & Dohme oder abgekürzt MSD benutzen muss. Auch Die Medien und das Internet haben sich daran angepasst und allgemein den Namen Merck & Co für den amerikanischen Konzern, und Merck KGaA für den deutschen, benutzt. Der Namensstreit wird noch komplizierter durch die Tatsache, dass die Konzerne direkte Konkurrenten in vielen Schlüsselsektoren sind, wie zum Beispiel im Bereich der Immuno-Onkologie. (Fonte FT)