Neue Methode zur Bewertung der Giftigkeit chemischer Produkte verspricht Ende von Tierversuchen

Ein Forscherteam unter der Leitung von Thomas Hartung der Johns Hopkins University in Baltimore hat eine Methode zur Bewertung der Giftigkeit chemischer Produkte entwickelt, die keine Tierversuche benötigt. Die neue Methode wurde in dieser Woche beim EuroScience Open Forum vorgestellt, welches in Toulouse stattfand. Sie basiert auf einem Programm mit künstlicher Intelligenz, das ein Archiv aus 800.000 Tests mit 10.000 verschiedenen chemischen Molekülen nutzt. Das Programm, genannt Rasar system (Akronym für Read-Across-based Structure Activity Relationship), basiert auf einem kontinuierlichen Lernprozess, um die Giftigkeit an Augen und DNA zu bewerten und hat eine Verlässlichkeit von  87% erreicht. Radar wurde in Kooperation mit den Underwriters Laboratories entwickelt, eine staatliche Organisation, die Radar kostenlos für jeden zur Verfügung stellen will.