Neue Therapien gegen Migräne-Attacken auf dem Markt

Am Freitag hat das US-amerikanische Unternehmen Eli Lilly & Co. erklärt, die Empfehlung der EMA zur Vermarktung des monoklonalen Antikörpers Emgality (Galcanezumab) erhalten zu haben. Emgality ist schon (bedingt) in den USA durch die FDA zugelassen und ist eine Therapie, die zu einer neuen Klasse von Produkten gehört, die die Migräne-Attacken verhindern soll. Es ist der zweite monoklonale Antikörper, der durch die EMA empfohlen wird, welche kürzlich grünes Licht für Aimovig (in USA bereits zugelassen) von Novartis und Amgen gegeben hatte. Aber im Sektor der Therapien, die Migräne verhindern sollen, ist auch die israelische Teva aktiv, die vor wenigen Tagen die Zulassung der FDA für Ajovy (Fremanezumab) erhalten hat, ein injizierbares Medikament, welches für $575 je monatliche Anwendung beziehungsweise für $1.725 je Quartal auf den amerikanischen Markt kommt und welches, nach Aussage der Beratungsfirma EvaluatePharma, einen Umsatz von $1 Mrd. jährlich ab 2022 erreichen kann.

Nach Expertenmeinung sind Ajovy, Emgality und Aimovig drei identische Therapien und der einzige Unterschied ist die Art der Einnahme. Die drei Therapien zusammen können einen Umsatz von $5 Mrd.  in den USA und $2 Mrd. in Europa erzielen. Aimovig scheint dabei einen leichten Vorteil gegenüber seiner Konkurrenz hu haben, da es zuerst zugelassen wurde und schon in diesem Jahr einen Umsatz zwischen $123 Mio. und $204 Mio. erreichen kann.