Q2 2015: Clariant auf gutem Weg

Die Schweizer Clariant hat das Ziel, eine bessere Profitabilität und Kostenkontrolle zu erzielen, um das für den Chemie-Sektor typische EBITDA-Niveau von 16%-19% zu erreichen. Die gestern veröffentlichten Ergebnisse des zweiten Quartals zeigen, dass das Ziel trotz der Anstrengungen bei der Portfoliooptimierung durch Verkauf margenschwacher Bereiche noch nicht ganz erreicht wurde. Daraus ergibt sich die Absicht von Clariant, die Division Plastics & Coatings abzuspalten, mit den Aktivitäten der Masterbatches und der Pigmente für Kunststoffe und Lacke. Eine Division mit heute 7.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2,6 Mrd. Schweizer Franken (€2,4 Mrd.) und einer EBITDA-Marge von 14%, welche das EBITDA des Konzern verschlechtert, welches heute bei 15% liegt (14% in 2015). Der Konzernumsatz von Clariant lag im zweiten Quartal bei CHF 1,4 Mrd., was insbesondere aufgrund von Währungsverlusten eine Verschlechterung um 8% bedeutet. Bei konstanter Währung läge der Umsatz auf Vorjahresniveau. Was die Investoren jedoch beunruhigt hat, ist der Rückgang des Chinesischen Marktes mit entsprechendem Rückgang der Nachfrage nach chemischen Produkten (-5%). Eine der Divisionen mit dem höchsten Wachstum sind Care Chemicals (+9% im zweiten Quartal). Für 2015 wird eine leichte Umsatzsteigerung erwartet, sowie ein EBITDA zwischen 16% und 19%. Die Aktien von Clariant an der Züricher Börse stiegen um 2,8% direkt nach der Bekanntgabe der Ergebnisse. (Quelle: FAZ und Neue Zürcher Zeitung)