Rückschlag gegen Alzheimer-Forschung

Die kürzlich erfolgte Unterbrechung der klinischen Studie der Phase-III für Verubecestat, eine von Merck & Co. entwickelte Therapie für die Behandlung von Alzheimer im frühen Stadium, ist ein schwerer Schlag gegen die Theorie der Amyloid Plaques. In den letzten zehn Jahren hat sich ein Forschungszweig entwickelt, der in Amyloid Plaques den Grund für das Auftreten der Krankheit. Insbesondere Merck, Eli Lilly und Biogen verfolgen als große Pharmaunternehmen diese Theorie mit Beta-Sekretase-Inhibitoren wie Verubecestat, die darauf abzielen, ein Enzym zu blockieren, das für die Synthese des Proteims Amyloid notwendig ist. Die Tatsache, dass nun Verubecestat von Merck & Co. und Solanezumab von Eli Lilly keine Wirksamkeit in der klinischen Phase gezeigt haben, bringt die Theorie der Amyloid Plaque ins Wanken und lässt darüber nachdenken, dass diese Amyloid Plaque mehr ein Effekt als die Ursache der Krankheit sind. Das nächste Unternehmen, das klinische Tests veröffentlicht, wird Axovant sein, welches einen klinischen Test mit einem Molekül durchführt, das offenbar eine kurzfristige Verbesserung der kognitiven Wahrnehmung bei Alzheimer-Patienten zeigt. (Quelle: FT)