Sanofi enttäuscht die Märkte mit schwachem Quartalsergebnis

Der Pharmakonzern Sanofi hat die Aktionäre und Investoren mit einem Quartal enttäuscht, das unter den Erwartungen lag. Der Aktienkurs (Paris) verlor 1,7%. Der französische Konzern hat in den ersten drei Monaten einen Umsatz von €7,9 Mrd. erzielt, bei einem Nettogewinn von €1 Mrd.; diese Zahlen liegen unter denen von Q1 2017, als der Umsatz bei €8,0 Mrd. lag, und der Nettogewinn bei €1,4 Mrd.. Wie viele andere europäische Konzerne hat auch Sanofi unter der Abschwächung des Dollars gelitten, dies war von den Analysten aber erwartet worden. Negativ überrascht hat hingegen der Umsatzeinbruch der Divisionen Diabetes und Herz-Kreislauf mit einem Verlust von 15,7% (ohne Währungseffekte), vor allem aufgrund von Generika, an die der Blockbuster Lantus (Diabetes) Marktanteile verlor. Gut waren die Daten von Genzyme, der für den Vorgänger-CEO Christopher Viehrbacher wichtigen Einheit, die weiter unaufhaltsam wächst und deren Umsätze im ersten Quartal um 16% anstiegen. Die Effekte der großen Akquisitionen Sanofi’s, nämlich von Bioverativ, für welche Sanofi $11,6 Mrd. bezahlt hatte, und von Ablynx (€3,9 Mrd.) sind jedoch noch nicht spürbar. Vor wenigen Tagen hatte Sanofi bekanntgegeben, in die exklusive Verhandlung mit Advent International für die Abgabe von Zentiva eingetreten zu sein; der Wert wird auf €1,9 Mrd. geschätzt.

(Quelle: Les Echos)