Schwieriger Moment für Gilead

Gilead Sciences hat die Ergebnisse für Gesamtjahr und für das vierte Quartal 2016 bekanntgegeben. Die Umsätze des kalifornischen Biotech-Konzerns waren geringer als im Vorjahr, aufgrund des kontinuierlichen Rückgangs (-32%) der beiden Blockbuster für die Behandlung von Hepatitis C Harvoni und Sovaldi. Gilead erwartet zudem, dass der Umsatz der Division Hepatitis C des laufenden Jahres zwischen $7,5 Mrd. und $9,0 Mrd. liegen wird, wohingegen die Analysten von etwa $11,5 Mrd. ausgehen. Der wichtigste Grund für die Schwierigkeiten von Gilead ist der starke Druck durch die Krankenversicherungen, die den Konzern dazu drängen, Rabatte von bis zu 60% zu gewähren. Dazu kommt die Tatsache, dass immer weniger Patienten unter Hepatitis C leiden, denn in den USA erwartet man 150.000 bis 175.000 neue Patienten, was einem signifikanten Rückgang gegenüber den 230.000 im letzten Jahr. Die von Gilead präsentierten Ergebnisse zeigen, dass das Unternehmen weiter cash akkumuliert, welches nun bei der unglaublichen Summe von $32,38 Mrd. liegt, gegenüber $26,20 Mrd. im Vorjahr. Die gute Nachricht für Gilead kommt von der guten Umsatzentwicklung neuer Medikamente wie Genvoya, Truvada und Epclusa. Der Aktienkurs von Gilead (Wall Street) hat den heutigen Tag 10% unter dem Schlusskurs von gestern begonnen. (Quelle: WSJ und Gilead)