Schwieriges Quartal für ENI, aber gute Daten von Versalis

Der italienische Petrochemie-Konzern ENI hat heute die Finanzergebnisse für die ersten sechs Monate des Jahres veröffentlicht. Wie bei den anderen Petrochemie-Konzernen sind auch die Resultate von ENI negativ beeinflusst vom niedrigen Ölpreis. Der Konzerngewinn fiel um 70% auf €0,59 Mrd., der cash flow hingegen blieb stabil bei €5,68 Mrd. Für das laufende Jahr erwartet ENI einen Anstieg der Produktion um +5% bis +7%. Positiv ist jedoch das Ergebnis der Chemiesparte der ENI, Versalis, die einen operativen Gewinn von €66 Mio. erzielt hat. Dies entspricht einer starken Verbesserung von den in Q2 2014 erzielten -€92 Mio. Das Management von Versalis begründet die positiven Ergebnisse mit den Rationalisierungsmaßnahmen für die Bereiche Ethylen, Polyethylen und Styrol, unterstützt durch die temporäre Angebotsknappheit, den ungeplanten Anlagenstillstand und die bessere Wettbewerbsfähigkeit aufgrund der Abwertung des Euro. Ein positiver Effekt kommt auch vom Neustart in Porto Maghera. ENI erwartet den Breakeven für Versalis in Bezug auf das EBITDA bereits im Laufe des Jahres 2015.
(Quelle: ENI)