Steilemann erklärt Gründe für schwierigen Moment bei Covestro

Heute hat die Rheinische Post ein langes Interview mit Markus Steilemann, dem Chef des deutschen Chemie-Unternehmens Covestro veröffentlicht. Covestro hatte im letzten November eine Gewinnwarnung abgegeben und der Aktienkurs (Frankfurt) sank innerhalb weniger Monate von 95 Euro auf 43 Euro. Die Gründe für den schwierigen Moment von Covestro sind ähnlich wie die von anderen Chemiekonzernen, nämlich die Verlangsamung der globalen Wirtschaft, die Krise der Autoindustrie (insbesondere in Deutschland) und des Baubereichs. Hinzu kommen die Schwierigkeiten aufgrund der Verringerung des Wasserstandes des Rhein, der für die Anlieferung von Rohstoffen genutzt wird und von den Produktionsanlagen für MDI und TDI benötigt wird, wodurch die volle Kapazität nicht ausgenutzt werden kann.
All diese negativen Faktoren ließen den Konzern ankündigen, 900 Stellen, davon 400 in Deutschland und insbesondere in Leverkusen, zu streichen. Steilemann will dem Aktienkurs durch ein hartes Kostensenkungsprogramm, ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von €1,5 Mrd. und durch Akquisitionen von mindestens €1 Mrd. neue Impulse geben. Steilemann schließt jedoch aus, dass Covestro ein Übernahmekandidat werden könne, auch weil seine Bewertung relativ hoch ist, wenn man den Umsatz von €14 Mrd. bedenkt, wovon gut 19% mit Kunden im Automotive-Sektor erzielt wird.
(Quelle: Rheinische Post)