Steueraspekte der Strategie von Pfizer

Es ist bekannt, dass Pfizer in einem Steuerregime von 25,5% agiert, das Ausgaben von $3,1 Mrd. entspricht. Dies ist laut Ian Read (CEO von Pfizer) bei weitem mehr als bei der Konkurrenz. Das erklärt, dass Pfizer vehement die Akquisition von Unternehmen mit Steuersitz im Ausland verfolgt, wie zum Beispiel Allergan, was Pfizer selbst erlauben würde, seinen Steuersitz ins Ausland zu verlegen (Tax inversion). Nicht jedem ist jedoch bekannt, dass $2,2 Mrd. nicht bezahlt werden sondern fällig werden, falls Pfizer die im Ausland erwirtschafteten Gewinne in die USA zurückführt; somit liegt der reale Steuersatz von Pfizer nur bei 7,5% (2014) beziehungsweise 12,8% (2013). Die im Ausland verbleibenden Erlöse werden dort für zukünftige Investments vorgesehen und somit teilweise mit einem geringeren Steuersatz belegt. Zur Zeit beträgt das im Ausland verfügbare Kapital von Pfizer, gemäß WSJ, etwa $74 Mrd.. Dieses Vorgehen, das Kapital im Ausland zu belassen, um Steuern in den USA zu vermeiden, wird bereits von anderen großen US-amerikanischen Unternehmen wie zum Beispiel von Merck & Co. Benutzt, die $60 Mrd. im Ausland besitzen, und von Bristol-Myers Squibb Co. Mit $24 Mrd.. Außerhalb des Healthcare-Sektors kann Apple als Beispiel dienen, mit $91,5 Mrd. im Ausland. Diese würden, bei Rückführung in die USA, zu Steuereinnahmen der USA von $26,8 Mrd. führen. (Quelle: WSJ)