Teva und Merck KGaA im Vergleich

Die israelische Globes hat gestern einen Artikel veröffentlicht, in welchem sie die Strategie von Merck KGaA und Teva vergleicht. Die Analyse startet im Jahr 2012, als Merck Serono (von Merck kontrolliert) das Forschungszentrum für Onkologie in Genf schloss und 580 Mitarbeiter entlies. Die Entscheidung wurde von Dr. Stefan Oschmann, ehemals VP Strategy und Chef der Pharmadivision, getroffen, der heute CEO des Konzerns ist. Nach Meinung des Autors hat Teva eine ähnliche Entwicklung hinter sich, wie das deutsche Unternehmen. Wie Merck hat auch Teva im Jahr 2012 entschieden, seine Aktivitäten zu fokalisieren und hat als Kerngeschäft die Neurologie gewählt, während Merck sich auf Onkologie konzentrierte. Merck entwickelte dann Bavecio zur Behandlung von Prostatatumoren, während Teva auf Copaxone (Multiple Sklerose) setzte. Merck hat seither seine Forschung verstärkt und entwickelt eigene Medikamente, während Teva es vorzog, neue Medikamente zuzukaufen. Im Jahr 2016 übernahm Teva dann Actavis und zeigte damit, voll auf Generika für sein Wachstum zu setzen. Die Übernahme über $40 Mrd. von Actavis war angeblich der Fehler, der zum Absturz des Konzerns führte, aufgrund der hohen Schulden durch den Marktpreissturz der Generika im US-Markt, mit einem geringeren Umsatzvolumen, als erwartet. Merck dagegen zog es vor, die übernommene Serono zu integrieren und nur kleine Akquisitionen in der Division Pharma durchzuführen. Merck hat eine starke Präsenz in Israel mit Pharm Laboratories, einem Unternehmen, das von Serono mit dem Weizman Institute gegründet wurde und sich auf die Entwicklung neuer Medikamente fokussiert. Merck hat zudem im Jahr 2015 QLight (Jerusalem) übernommen und vor wenigen Monaten die Gründung eines Forschungszentrums für Nanotechnologien in Jerusalem bekanntgegeben.

(Quelle: Globes)