Widersprüchlicher Tag für BMS bei der EMSO in Monaco

Gestern war ein schwarz-weißer Tag für Bristol-Myers Squibb beim ESMO-Kongress, der in München stattfand. Der US-amerikanische Konzern hat gute Ergebnisse für seinen klinischen Versuch der Phase-III CheckMate -214 gezeigt, der an Patienten mit metastasierendes Nierenkarzinom durchgeführt wurde, das mit der Kombinationstherapie Opdivo (Nivolumab) und Yervoy (Ipilimumab) behandelt wird und welcher ein Überleben von 36% nach 30 Monaten zeigt. Die gleiche Kombinationstherapie wurde auch im klinischen Versuch Phase-III CheckMate -067 an Patienten mit Melanom in fortgeschrittenem Stadium positiv getestet und hat ein Überleben von 53% nach 48 Monaten gezeigt.
Leider traten die positiven Nachrichten etwas in den Schatten durch die Bekanntgabe, dass die Europäischen Behörden und die FDA ihre Zulassung der Kombinationstherapie Opdivo-Yervoy an Patienten mit Lungentumoren mit TMB verzögern und neue Daten von BMS fordert.
Die Verzögerung könnte sich auflösen und die Kombinationstherapie könnte schon im Februar zugelassen werden, aber die Bekanntgabe hat die Finanz-Gemeinschaft verunsichert und einen Rückgang des Aktienkurses von BMS bewirkt, der mehr als 6% am gestrigen Handelstag betrug. Opdivo und Yervoy sind zwei der wichtigsten Blockbuster des Unternehmens; dieses Jahr soll Opdivo einen Umsatz von $6,5 Mrd. und Yervoy $1,2 Mrd. erzielen, und das Volumen wird bis zu $10,3 Mrd. für Opdivo und $2,2 Mrd. für Yervoy im Jahr 2023 erreichen.
(Quelle: BMS, WSJ)