Wie stark ist Roche von Biosimilars abhängig?

Roche hat unter den multinationalen Pharmakonzernen in den letzten Jahren am meisten in den Bereich der Onkologieprodukte investiert. Seine Blockbuster Avastin, Herceptin und Rituxan generieren ca. 20 Mrd. Schweizer Franken jährlich ($ 20 Mrd.) und bilden somit 40% des Umsatzes des gesamten Konzerns. Dieses Geschäft ist jedoch stark durch Biosimilars angreifbar. Gemäß den Experten wird der Konzern aus Basel die Konkurrenz von Biosimilars aber erst in frühestens zwei Jahren spüren, da die Zulassung von Biosimilars auf Skepsis bei den Behörden stößt. Die Strategie von Roche scheint zu sein, die bestehenden Arzneimittel zu verbessern und in den Bereich der onkologischen Immuntherapie, wenngleich die strategischen Pläne des Konzerns im Fall von Kadcyla einen Rückschlag erlitten haben. Bei der Immuntherapie scheint es, dass Roche in kurzer Zeit den dritten Platz weltweit erreicht hat, nach BMS und MSD. Kürzlich hat Roch neue Projekte der Immuntherapie vorgestellt, die in Verbindung mit der Chemotherapie für die Behandlung von Lungenkarzinomen genutzt werden soll. Dieser therapeutische Ansatz bringt auch dem Patienten einen wichtigen ökonomischen Vorteil, vorallem in USA, wo die Chemotherapie mit sehr hohen Kosten verbunden ist.
(Quelle: WSJ)